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Unsere Historie

Die Geschichte des Katholischen Waisenhauses ist eng verbunden mit der Geschichte der Stadt
Emmerich am Rhein. Wenn wir unsere heutigen Begriffe verwenden, kann man sagen, dass die
Stiftung über Jahrhunderte hinweg eine Form des bürgerschaftlichen Engagements darstellt. Die Stiftungsidee geht zurück auf Emmericher Bürger, die sich in einer wechselvollen Zeit die Frage
stellten, wie es um die Kinder verstorbener Eltern bestellt ist. Daraus entstand das Katholische Waisenhaus in Emmerich.





Die wechselvolle und interessante Geschichte der Katholischen Waisenhausstiftung ist für die Zeit
von 1567 bis zum Jahr 1919 in einem von Jutta Koster verfassten Buch aus dem Jahr 1997 niedergelegt.
Offiziell gegründet wurde das Katholische Waisenhaus am 15.10.1567 mit dem Erlass der Gründungs-
tatuten. Bereits vorher gab es Bemühungen zur Errichtung der Stiftung, die jedoch zunächst an den
fehlenden finanziellen Mitteln scheiterten. In der Gründungszeit des Waisenhauses waren strenge
Aufnahmekriterien gegeben. Aus Angst vor Krankheiten, wie der Pest, durften die Kinder keine an-
steckenden Krankheiten haben. Die ehelich geborenen Kinder mussten aus angesehenen Familien
stammen. Ihre Eltern mussten einen guten Ruf haben und schon lange in Emmerich leben. Wurden
die Kinder zunächst von Waisenvater und Waisenmutter betreut, so übernahmen im Jahre1854
Ordensschwestern des Ordens „Töchter des Heiligen Kreuzes“ die Leitung. Gleichzeitig wurde eine
„Kleine Kinderverwahrschule“ gegründet und später sogar eine Höhere Töchterschule dem Waisenhaus angegliedert. Während des Kulturkampfes 1874 wurde die Leitung den Ordensschwestern entzogen und
in der Folge wieder durch einen Waisenvater fortgeführt. Das im 2. Weltkrieg zerstörte Waisenhaus wurde im Jahre 1948 nach den Plänen von 1791 wieder aufgebaut. Die Leitung wurde wiederum den
Ordensschwestern übertragen, die diese jedoch 1961 wegen Personalmangels abgeben mussten.
Danach wurde die Einrichtung zunächst geschlossen. Im Jahre 1968 wurde dann das heutige Kinderheim St. Elisabeth nach Errichtung eines Neubaus in Betrieb genommen.

In der Folgezeit übernahm die Stiftung weitere Aufgaben und blieb so in der Tradition der voraus
gegangen Jahrhunderte, nämlich auf die Lebenslage der Kinder und Jugendlichen in der Stadt zu
reagieren. So betrieb das Katholische Waisenhaus von 1974 bis 1982 eine Kindertagesstätte. In
1992 wurde erneut eine Kindertagesstätte in Trägerschaft der Stiftung eröffnet, die „Arche Noah“.
Durch die Übernahme von Aufgaben im Bereich der Schulbetreuung wurden die Aktivitäten der
Stiftung weiter ausgebaut.

 
   
Katholisches Waisenhaus